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Asthma: Dann doch besser (ein) Luftikus als luftlos?!

von Dr. Richard Kirchmair

„Atemlos durch die Nacht“ löst bei Asthmatikern wahrscheinlich nicht dieselbe Euphorie wie bei eingefleischten Schlagerfans aus (ob das an der Thematik oder doch an der Musik liegt, bleibt jedem selbst überlassen!).

„Atemlosigkeit“ hat für einen Betroffenen sicher eine ganz andere Bedeutung als für das ein oder andere Feierbienchen…

Asthma: Dann doch besser (ein) Luftikus als luftlos?! - HNO-Privatpraxis Augsburg Dr. Richard Kirchmair

Wenn es einem die Luft abschnürt …

Asthma entsteht als Folge einer chronischen entzündlichen Erkrankung der Atemwege und zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindes- und Erwachsenenalter. Die Bronchien sind dauerhaft überempfindlich (bronchiale Hyperreagibilität), reagieren auf normalerweise harmlose Reize und sind zeitweise verengt. Die Schleimhaut schwillt an und bildet vermehrt einen sehr zähen Schleim. Beschwerden wie Atemnot (häufig anfallsartig, vor allem nachts und in den frühen Morgenstunden), Husten, ein Engegefühl in der Brust oder ein pfeifendes Geräusch beim Atmen sind die Folgen.

Man unterscheidet drei Arten von Asthma:

  • Das allergische Asthma wird durch Allergene ausgelöst wie Pollen, Milben, Berufsallergene, etc.
  • Das nicht-allergische (intrinsische) Asthma tritt oft in Kombination mit Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder einer Medikamentenintoleranz auf und ist getriggert durch Infektionen der Atemwege. Es kann durch das Wetter, Stress, Zigarettenrauch und andere Schadstoffe verstärkt werden.
  • Das gemischtförmige Asthma entwickelt sich meist aus dem allergischen Asthma; im Verlauf überwiegt die intrinsische Komponente.

A(temlos) – S(aisonal) – T(herapie) – H(offnung) – M(edikamente) – A(rrangieren)

Wesentlich für Asthma-Patienten - wenn man beispielsweise die oberen Stichworte eines Betroffenen zu „seiner“ Krankheit betrachtet - ist eine genaue Anamnese, eine sorgfältige medikamentöse Einstellung und eine dauerhafte fachgerechte Therapie, um der Hoffnung auf Linderung bzw. auf Erhalt des Ist-Gesundheitszustandes Rechnung tragen zu können.

Um eine genaue Diagnose stellen zu können, sind ein Lungenfunktionstest, ggf. das Röntgen der Lunge und Blutuntersuchungen vonnöten.

Des Weiteren sollten Patienten über spezielle Atem- und Entspannungsübungen gegen die drohende Atemnot (z.B. Lippenbremse, Kutschersitz) verfügen und sich selbst über das Peak-Flow-Meter - ein Atemluft-Messgerät, das den maximalen Luftstrom beim Ausatmen misst - kontrollieren.

Es ist und bleibt ein Glück, vielleicht das höchste, frei atmen zu können.
- Theodor Fontane

… spricht einem Asthmatiker, wenn man das Zitat wörtlich (und nicht politisch) nehmen würde, sicher aus der Seele.

Ob ein Luftikus letztlich das Ziel der Behandlung ist? Vielleicht wäre ein Luftküssender-Luftschlösserbauender-Luftschlangenakrobat eine gute Alternative …

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