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Gute Ernährung bei Kindern

von Dr. Richard Kirchmair

„Warum gibt’s eigentlich außer mir fast nichts Süßes mehr im Haus?“

Nach der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland des Robert Koch-Instituts sind mittlerweile 15 Prozent der Kinder zwischen 3 und 17 Jahren übergewichtig, 6,3 Prozent adipös. Als wesentliche Ursache gilt neben einem Bewegungsmangel die Ernährung. Kinder nehmen eine viel zu hohe Menge an Zucker in Form von Süßgetränken und süßen Speisen zu sich. Wenig Obst und noch weniger Gemüse trägt zur Ernährung bei.

Gute Ernährung bei Kindern - HNO-Privatpraxis Augsburg Dr. Richard Kirchmair

„Aber warum darf ich denn als Prinzessin keinen Prinzessinnen-Joghurt essen?“

Schon in der Kindheit gesund zu essen, ist das Fundament für eine ausgewogene Ernährung als Erwachsener und eine gesunde Lebensweise an sich. Heutzutage ist es allerdings für Eltern schwerer denn je, ihre Sprösslinge beim gemeinsamen Einkauf davon zu überzeugen, dass Bärchen-Wurst, Prinzessinnen-Joghurt und Piraten-Cornflakes nicht wirklich das sind, was diese Produkte versprechen, nämlich kindgerecht. Im Gegenteil: Sie sind zu süß, zu salzig und enthalten viel zu viel gesättigtes Fett. Nicht selten auch noch viele Zusatzstoffe. Doch wie behält man im Lebensmittel-Dschungel den Überblick und ist Naschen wirklich nicht mehr erlaubt?

Wahre Prinzessinnen und Piraten wollen richtig ernährt werden!

Ein Kind braucht einen abwechslungsreichen Speiseplan! Es beginnt bereits mit der Gabe des ersten Breis. So soll auch viel Wasser (und wegen der Zahngesundheit möglichst wenig Saft) getrunken wird. Obst und Gemüse sollte täglich mehrfach zu sich genommen werden. Kohlenhydrate, Ballaststoffe und Mineralien versorgen den Organismus mit ausreichender Energie und sind ein fester Bestandteil des täglichen Essens. Hochwertiges Eiweiß für das Wachstum, ja pflanzliche Proteine sind tatsächlich hochwertig, nebenbei enthält Gemüse viel Calcium. Fleisch, Fisch, Ei oder Wurst gelten als Lieferanten von Eisen, B-Vitaminen und Eiweiß. Allerdings sollte die Zufuhr hier sehr moderat erfolgen.

Herausforderung im Alltag

Natürlich wird nicht aus jedem Garfield gleich ein Popeye und auch Pumuckls heißgeliebter „Puddeling“ muss nicht vollständig vom Speiseplan verbannt werden. Naschen ist durchaus zurückhaltend erlaubt, wenn es seinen Charakter des „Besonderen“ behält. Und ansonsten sind der elterlichen Kreativität keine Grenzen gesetzt. Versuchen Sie es doch einmal mit Gemüsekäfern, Vollkornbrot-Blumen oder Obsteulen und sollte das nicht helfen, ist eine Portion Überzeugungskraft, wie sie der kleine Bär aus Janoschs Kinderbuch Ich mach dich gesund, sagte der Bär an den Tag legt, durchaus auch hilfreich:

„Ich koch dir etwas Dolles“, sagte der kleine Bär, „sag mir mal deine Leibspeise!“
„Springforelle mit Mandelkernsoße, Kartöffelchen und Semmelbröseln.“
„Haben wir nicht“, sagte der kleine Bär, „sag was anderes.“
„Eiernudeln mit Mandelkernsoße und Semmelbröseln“, sagte der kleine Tiger.
„Haben wir auch nicht“, sagte der kleine Bär, „sag noch etwas anderes.“
„Semmelbrösel“, sagte der kleine Tiger, aber die hatten sie auch nicht.
„Sag doch mal: Bouillon!“, sagte der kleine Bär.
„Ja, Bouillon“, rief der kleine Tiger, „das wollte ich haargenau sagen.“

Ein Löffelchen voll Zucker …

Und wenn die lieben Kleinen krank sind, dann darf sowieso eine Ausnahme gemacht werden. Da hält man es am besten mit Mary Poppins, denn „wenn ein Löffelchen voll Zucker bittre Medizin versüßt, rutscht sie gleich noch mal so gut“…

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