Erkrankungen der Nasennebenhöhlen

Erkrankungen der Nasennebenhöhlen - HNO-Privatpraxis Augsburg Dr. Richard Kirchmair

Akute und chronische Nasennebenhöhlenentzündung

Eitrige akute Nasennebenhöhlenentzündung

Die Nasennebenhöhlen (NNH) sind luftgefüllte Hohlräume, ausgekleidet mit einer Schleimhaut. Ist diese entzündet, spricht man von einer Nasennebenhöhlenentzündung oder Sinusitis. Es kommt zu Kopf- und Gesichtsschmerzen, einer verstopften Nase, dem typischen Druckgefühl im Kopf und Fieber. Die gezielte Behandlung ist jetzt wichtig. Nicht nur, um die Beschwerden zu lindern, sondern vor allem auch um möglichen Komplikationen – wie eine sich ableitende Mittelohrentzündung, eine Kehlkopfentzündung oder die Chronifizierung der Sinusitis – vorzubeugen.

Chronische Nebenhöhlenentzündung

Eine verschleppte, akute Nasennebenhöhlenentzündung neigt mitunter dazu, chronisch zu werden. Häufig und lange auftretende Infekte der Nasennebenhöhlen weisen auf eine mögliche chronische Entzündung der Kieferhöhlen, der Stirnhöhlen oder des Siebbeinsystems hin. Sehr selten sind die weit hinten in der Nase liegenden Keilbeinhöhlen betroffen. Die Folge sind immer wiederkehrende Infekte, eine große Abgeschlagenheit und die dauerhafte Belastung des Körpers durch die Entzündung.

Diagnose von Nasennebenhöhlenentzündungen

Nichts fließt mehr

Die Diagnose einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung erschließt sich aus den zugrunde liegenden Symptomen. Ihre Ursachen liegen meist in einer Erkältung. Sie sorgt dafür, dass die kleinen Verzweigungen und Kanäle der Nasennebenhöhlen zuschwellen. Das Nasensekret kann nicht mehr ablaufen. Die Nasennebenhöhlen sind nicht mehr ausreichend belüftet. Dadurch bildet sich ein idealer Nährboden für Bakterien und Keime. Die Entzündung nimmt ihren Lauf.

Diagnose chronische Nasennebenhöhlenentzündung

Nicht ganz so offensichtlich gestalten sich die Ursachen einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung. Sie macht sich durch anhaltende und immer wiederkehrende Beschwerden bemerkbar. Ihre Ursachen können zum Beispiel in einer anatomischen Veränderung der Nebenhöhlen liegen, aber auch durch Kiefererkrankungen herbeigeführt werden.

Eine schmerzlose Endoskopie der Nase, des Raumes hinter dem Zäpfchen (Nasenrachen) und ggf. des Kehlkopfes gibt Aufschluss darüber. Sie ist die Basis jeder Untersuchung. Da auch der Gang vom Ohr in die Nase betroffen sein kann, gehört auch die Untersuchung der Ohren mit dem Mikroskop dazu. Dann sollte eine Ultraschallaufnahme aller Nebenhöhlen erfolgen. Weitere Klarheit eröffnen bildgebende Verfahren wie eine Schichtaufnahme mithilfe der Computertomografie, der Kernspintomografie oder auch der Digitalen Volumentomografie.

Auch hier gilt: Nur wer die genaue Ursache kennt, kann die geeigneten Therapiemittel ergreifen.

Therapie von Nasennebenhöhlenentzündungen (Sinusitis)

Akute Beschwerden

Je früher Sie sich behandeln lassen, um so eher besteht die Möglichkeit einer sanften, natürlichen Therapie – ohne Antibiotikagabe. Die ist eher selten notwendig. Erst wenn die Infektion weit fortgeschritten ist und droht, sich auszubreiten. Doch zuvor erweisen pflanzliche Schleimlöser, hohe Einlagen, Inhalation mit warmem Dampf, spezielle Nasensprays, Wärmebehandlungen und Akupunktur meist einen guten Dienst.

Chronische Beschwerden

Ziel einer jeden Sinusitis-Therapie ist es, die Belüftung der Höhlen wiederherzustellen, die geschwollenen Schleimhäute abschwellen zu lassen und dafür zu sorgen, dass das krankhafte Sekret aus den Höhlen abfließen kann.
Die sicher bekannteste Methode, eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung zu therapieren, ist eine endonasale, das bedeutet durch die natürlichen Öffnungen der Nase durchgeführte, Operation.

Daneben gibt es aber eine ganze Reihe konservativer Behandlungsmethoden. Hierfür kommen lokale Pflegemaßnahmen, hohe Einlagen, Salzwasserspülungen sowie eine individuell angepasste medikamentöse Therapie infrage. Auch unterstützende Maßnahmen wie Akupunktur oder verschiedene Kneipp-Anwendungen führen oftmals zu Verbesserungen.