Kehlkopf - HNO-Privatpraxis Augsburg Dr. Richard Kirchmair

Kehlkopf

Kleiner Infekt, große Auswirkungen

Der Kehlkopf trennt die Speisewege von den Atemwegen. Darüber hinaus ermöglicht er die Stimmbildung im menschlichen Körper. Erstes Anzeichen für eine Erkrankung des Kehlkopfes ist die Heiserkeit. Meist sind es banale Virusinfekte, die sie auslösen. Die Ansteckung erfolgt oft über Tröpfchen von Mensch zu Mensch.

Quälende Heiserkeit, Husten, Fieber!

Immer wieder hört man die Bezeichnung „Ich habe eine Grippe“. Glücklicherweise haben diese Infekte mit der echten Virusgrippe nichts zu tun. Und doch leiden die Betroffenen erheblich. Denn obwohl es sich um eine Infektion handelt, über die Gesunde nur milde lächeln, ist das Störpotenzial im täglichen Leben doch erheblich. An sich verlangt unser Körper nach Ruhe, um die Symptome auszukurieren. Nur hat hierzulande kaum mehr ein Mensch die nötige Zeit dazu. Die Folge: Wir quälen uns mit Kopf- und Gliederschmerzen, verstopfter Nase und quälendem Husten durch unser Tagespensum.

Behandeln oder aushalten?

Der Spruch „Mit Doktor dauert der Infekt eine Woche und ohne sieben Tage“ klingt den meisten von uns noch in den Ohren. Es werden eifrig Schmerztabletten geschluckt und auf das Ende des Infektes gewartet. Das ist nicht ganz falsch, denn eine ursächliche Behandlung eines grippalen Infektes gelingt nach wie vor nicht. Allerdings lassen sich Begleiterscheinungen vermindern und vor allem Komplikationen verhindern. Gerade die Alternativ- und Komplementärmedizin bieten gute Ansatzmöglichkeiten, Ihnen als Patient wohltuende Linderung zu verschaffen.

Bleibt der virale Infekt unbehandelt, kommt nicht selten eine bakterielle Superinfektion hinzu. Diese Kombination hat zur Folge, dass die Genesung sehr viel länger dauern kann und das Leistungsvermögen erheblich eingeschränkt ist. Spätestens dann sollten Sie in unserer HNO-Praxis in Augsburg vorbeikommen!

Heiserkeit

Was tun bei Heiserkeit?

Ein wichtiges Stichwort für den Hals-Nasen-Ohren-Arzt ist die Heiserkeit. Infekte der oberen und der unteren Luftwege lösen sie aus. Im einfachsten Fall ist dies die Folge einer Verschleimung. Der Schleim liegt auf den Stimmbändern und hemmt deren Beweglichkeit. So kann die Behandlung der Bronchien oder der Nebenhöhlen schon alleine ausreichend sein.

Allerdings können sich auch die Stimmbänder entzünden. Durch die Entzündung kommt es zu Schwellungen der Stimmbänder. Die Schwellung verhindert nun, dass sich die Stimmbänder schließen, und führt so zur Heiserkeit. Das bedeutet, es verströmt ungehindert Luft beim Sprechen und unsere Stimme kling behaucht. Sogar eine völlige Stimmlosigkeit kann sich bilden. Zuerst sind Stimmschonung, Schleimlösung und Inhalationen wichtig. Bessern sich die Symptome nicht, muss ein Arzt aufgesucht werden.

Wichtig: Jede Heiserkeit oder auch Stimmänderung, die länger als drei Wochen anhält, sollten Sie unbedingt abklären lassen. Sie kann Hinweis geben auf ein schwerwiegendes Erkrankungsbild und auf Veränderungen im Kehlkopf.

Veränderungen im Kehlkopf

Nicht nur Entzündungen führen zu Stimmänderungen oder Heiserkeit. Auch Veränderungen wie Knötchen, Polypen oder gar Tumore am Kehlkopf können hinter den Symptomen stecken. In den letzten Jahren wurde auch zunehmend entdeckt, dass der Rückfluss von Magensäure eine wichtige Ursache von Stimmveränderungen, Verschleimung und auch Schmerzen im Rachen sein kann.

Die Ursachen sind mit einer Kehlkopfspiegelung bzw. einer Lupenendoskopie des Kehlkopfes schnell zu sehen. Obwohl das Wort Kehlkopfspiegelung Assoziationen an Darmspiegelungen weckt und damit unangenehm zu sein scheint. Keine Angst, das stimmt nicht. Eine Kehlkopfspiegelung verläuft schnell und schmerzlos. Und die korrekte Diagnose ist danach fast immer gesichert.

Stimmstörungen

Auf den Ton kommt es an

Lautes Schreien, starkes Rauchen oder eine heftige Erkältung können schon mal für Heiserkeit und eine Stimmstörung sorgen. Sie klingen nicht mehr voll und klar, sondern eventuell rauer, kratziger, tiefer oder piepsiger als gewohnt. Manchmal bleibt die Stimme sogar ganz weg. Doch nicht nur das ausgelassene Mitsingen auf einem Rock-Konzert setzt unserer Stimme zu. An auftretenden Beschwerden können auch mechanische Veränderungen an den Stimmbändern schuld sein, wie etwa Knötchen, Polypen oder Tumore. Auch funktionelle Beeinträchtigungen im Schwingungsverhalten wirken sich stark auf die stimmliche Belastbarkeit aus und führen beispielswiese zu Heiserkeitsphasen.

Die Ursachen von Stimmstörungen

Das harmonische Miteinander unserer Stimmlippen ist leicht zu irritieren. Dann wirken sich zu geringe oder zu große Spannungen der Stimmlippen auf ihr Schwingungsverhalten aus. Der Kehlkopf kann die beiden Stimmlippen nicht mehr ausreichend schließen. Es kommt zu Heiserkeit und Stimmveränderungen bei Sprech- und Singstimme. Solche Stimmstörungen entstehen z. B. durch Fehlbelastungen der Stimme völlig unbewusst, durch fehlendes Training bei professionellem Sprech- oder Singeinsatz oder auch nach Infekten oder chirurgischen Eingriffen und durch Störungen im Bereich der Nerven.

Diagnostik und Therapie von Stimmstörungen

Die gute Nachricht! Die meisten Stimmprobleme lassen sich beheben. Vor einer Therapie muss jedoch eine genaue Untersuchung erfolgen. In unserer Praxis erheben wir im intensiven Patientengespräch Ihre genaue Vorgeschichte. Nach einer orientierenden Untersuchung folgt eine Stroboskopie der Stimmlippen. So lässt sich das Schwingungsverhalten in Zeitlupe darstellen und besonders genau analysieren.

Ist die Ursache geklärt, entwickeln wir eine gezielte Therapiestrategie für Sie!

Was Sie selbst tun können

Das nutzt Ihrem Kehlkopf und Ihrer Stimme

Generell schaden Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum dem Kehlkopf und Ihrer Stimme. Ganz klar: Sich davon fernzuhalten, tut nicht nur der Stimme gut. Auch Schadstoffe in der Luft können Ihrem Kehlkopf, den Schleimhäuten und der Stimme zusetzen. Grundsätzlich sollten Sie dafür sorgen, dass Sie sich viel in der frischen Luft bewegen und die Räume, in denen Sie sich aufhalten, gut gelüftet und mit ausreichend Luftfeuchtigkeit versorgt sind. Ihre Schleimhäute werden es Ihnen danken. Regelmäßig moderater Sport in freier Natur trägt dazu bei, den Kehlkopf fit zu halten und die Widerstandskräfte zu stärken.

Werden Sie aktiv

Auch gezieltes Stimmtraining kann Ihnen das „richtige“ Sprechen beibringen, sodass dieser Störfaktor sich ausschließen lässt. Manchmal verursachen starke Anspannung, Aufregung, Angst und Depressionen Veränderungen der Stimme. Auch daran lässt sich arbeiten. Gehen Sie sorgsam mit sich um. Ein bewusster und gesunder Lebensstil ist in jedem Fall eine gute Unterstützung für die medizinischen Maßnahmen – um gesund zu werden. Oder noch besser – um gesund zu bleiben.